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Fridays for Future

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„Fridays for Future“ ist das bestimmende Thema dieses Jahres gewesen. Die Initiative, die von Greta Thunberg, der 16- jährigen Schwedin, ins Leben gerufen wurde, schlug weltweit große Wellen. Mit ihrem Kampf gegen die Klimaerwärmung schaffte sie es, große Bekanntheit und Aufmerksamkeit für ein wichtiges Thema zu erlangen. Das gelang ihr auch, und gerade die junge Generation war schnell begeistert von ihrer Mission.

Die Fridays for Future Demos
Mit der Begeisterung stieg auch der Wunsch nach Mitwirken und Veränderung bei den jungen Leuten. Immer mehr von ihnen waren offen für Neues und waren begeistert, etwas für die Zukunft zu tun. Mit dem Projekt der Fridays for Future- Demonstrationen wurde ein Platz für alle geschaffen, die sich an dem Projekt beteiligen wollten. Über die Zeit hinweg wurden die Teilnehmer der Demonstrationen immer mehr genauso wie die Länder, in denen die Demos stattfanden.

Schwere Anfänge
Leicht waren die Anfänge aber auf keinen Fall, denn die 16- jährige Greta bekam längst nicht von allen ihren Zuspruch für diese Art von Rebellion. Als das Thema gerade groß und populär wurde, schoss zum Beispiel der deutsche Politiker Christian Lindner von der FDP gegen die Schwedin und ihre vielen jungen Anhänger. Der Chef der FDP äußerte Kritik an den Protestaktionen der Schüler und sprach ihnen Wissen im Bereich Klima ab. Das ganze Thema sei eine Sache für Profis. Diese Aussage konnte man auch auf dem Twitter- Kanal des Politikers nachlesen. Zwar ruderte er wenig später mit seiner Aussage, aufgrund von viel Kritik, wieder zurück. Trotzdem war die ganze Unruhe nicht wirklich image- fördernd für Lindner. Auch von seinen Kollegen erntete er Kritik. Kevin Kühnert, der JUSO- Vorsitzende nannte die Aussagen zum Beispiel Steinzeitdenken.

Zeit für Veränderungen
Und damit hatte er nicht ganz unrecht, denn die Zeiten ändern sich. Immer mehr Leute werden aufmerksam und sind bereit etwas für die Zukunft zu tun. Sie achten immer mehr auf Dinge, die für den Klimaschutz wichtig sind. Aber nicht nur im Alltag von den Menschen findet dieses Thema immer mehr seinen Platz, auch Unternehmen sehen Punkte wie zum Beispiel Nachhaltigkeit als immer wichtiger an und integrieren diesen sogar in ihrer Unternehmensphilosophie. Und auch die Politik profitiert zum Teil von dem ansteigenden Interesse am Thema Umweltfreundlichkeit. Vor allem die Partei der Grünen genoss eine erhöhte Aufmerksamkeit für ihr Wahlprogramm. Das zeigte Wirkung, bei der Europawahl im Mai diesen Jahres, erlangte die Partei Spitzenwerte.  
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Dass sich die junge Generation für ein eigentlich politisches Thema interessiert, ist schon selten und auch erstmal ungewohnt, vor allem weil es sich um eine so große Masse an Menschen handelt, die sich mit dem Projekt identifizieren. Aber vielleicht war es auch genau das, was so vielen jungen Menschen gefehlt hat: ein Projekt und ein damit verbundener Zusammenhalt. Heutzutage leben wir in einer Welt, die von Digitalisierung und Technik bestimmt wird. Alles ist schnelllebig und Trends kommen und gehen. Gerade die jungen Leute verlieren da schnell ihren Halt und ihre Begeisterungsfähigkeit für zum Beispiel Sport hält sich eigentlich in Grenzen. Trotzdem hat es Greta Thunberg geschafft, die gleichaltrigen Menschen zu motivieren und für ihr Projekt zu begeistern. Auf einmal ist das Projekt zu einem regelrechten Gefühl geworden, das eine ganze Generation zusammenbringt. Es sind vor allem die Schüler, die eine Verbindung zu dem Projekt aufgebaut haben und sich für eine Erhaltung und Veränderung stark machen. Mit ihrer Teilnahme an den Demonstrationen schaffen sie es weltweit auf sich aufmerksam zu machen und sogar die Politiker mit ihren Aktionen unter Druck zusetzen.

Merkel zeigt Unterstützung
 Eine Beführworterin der Projekte ist Angela Merkel. Sie stellt sich hinter die Schüler und fordert sie auf, an dem Projekt festzuhalten. „Ich unterstütze sehr, dass Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz auf die Straße gehen und dafür kämpfen“, sagte die CDU-Politikerin in einem Videopodcast. Sie hatte die Schüler schon in der Vergangenheit für ihr Engagement gelobt und bekräftigte sie nun erneut. "Die jungen Menschen machen uns Dampf. Ich finde das auch richtig."
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Trotzdem haben die Demonstrationen auch Diskussionen ausgelöst. Das Engagement an den Teilnahmen der wöchentlichen Demos hat eine Debatte über die Schulpflicht ausgelöst. Denn viele Schülerinnen und Schüler verzichten seither an Freitagen immer öfters auf Schultage und gehen lieber auf die Straße, um zu demonstrieren. Ein negativer Aspekt, der auch in der Politik heiß diskutiert wird. Auch die Schüler selbst sehen diese Entwicklungen eher kritisch an. Sie haben Angst, dass der positive Ruf der Demonstrationen dadurch verschwinden könnte. Negative Beispiele gibt es leider bereits jetzt schon. Einige Schüler schwänzen die Schule, gehen auch zu Demonstrationen, aber nutzen diese eher als Party und Trinklocation. Der Umweltgedanke und das Eintreten für etwas Gutes geht dabei natürlich komplett verloren.

Teilnahme aus dem falschen Grund  
Das ist auch der springende Punkt. Einige der Schülerinnen und Schüler wissen überhaupt nicht über das Projekt Bescheid und verwenden es nur als Vorwand, um schulfrei zu bekommen. Das rückt natürlich die ganze Gruppe von Demonstranten in ein schlechtes Licht. Schon schade, denn durch solche Aktionen verlieren die Demos an Seriosität und die Gruppe wird sich früher oder später spalten. Denn die jungen Leute wollen wirklich etwas bewegen und kämpfen gegen Kritik an. Leute in ihren eigenen Reihen, die Unruhe stiften und das alles nicht ernst nehmen, können sie nicht gebrauchen.
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Greta Thunberg ist das Vorbild einer ganzen Generation geworden. Mit ihrem starken Willen für den Klimaschutz einzutreten und ihrem ungebremsten Optimismus hat es die 16-jährige Schwedin geschafft, die ganze Welt ein bisschen wacher zu machen. Klimaschutz ist ein Thema, welches schon lange wichtig geworden ist. Zwar gab es immer mal wieder Geschehnisse und Vorgänge, die in dieser Richtung etwas unternommen haben, so wirklich etwas verändert hat es aber nicht. Bis Greta um die Ecke kam. Seitdem ist sie und das Thema das beherrschende Thema in den Medien. Durch ihre wöchentlichen Demonstrationen, die jeden Freitag aufs Neue stattfinden, schafft sie es immer wieder erneut, Medienpräsenz zu erwerben. Auch mit ihren Auftritten in den verschiedensten Ländern ist Greta immer wieder in den Schlagzeilen zu finden. Aber wer ist dieses 16-jährige Mädchen überhaupt? Greta wuchs in Stockholm bei ihrer Familie auf. Die 16-jährige, bei der schon früh das Asperger-Syndrom festgestellt wurde, hat ihr Interesse für den Klimaschutz entdeckt. Nachdem sie anfing, sich vegan zu ernähren und zur Energieeinsparung, das Licht in ihrem Haus auszuschalten, überzeugte sie auch ihre Eltern und Familie von dieser Art von Lebensstil. Nach ihrem Abschluss der neunjährigen Grundschule entschied sich Greta für ein Gap Year, um sich besser auf ihre Klimastreiks konzentrieren zu können. Trotzdem möchte sie 2020/2021 wieder zur Schule gehen und ihr Abitur machen.
 
Die Anfänge
Im Sommer 2018 fing Greta an zu protestieren. Europa hatte in diesem Jahr einen besonders heißen Sommer erlebt. Grund genug für die junge Schwedin sich am ersten Tag nach den Schulferien mit einem Protestschild vor dem schwedischen Parlament zu platzieren. Das brachte die ganze Aktion ins Rollen. Schon an diesem Tag wurde sie mehrmals fotografiert und am nächsten Tag in einigen Zeitungen abgedruckt. Seitdem haben sich nicht nur andere schwedische Schüler Greta angeschlossen, mittlerweile beteiligen sich mehr als 20.000 Schüler auf der ganzen Welt an der Bewegung. Greta ist zu dem Idol der Klimaschutzbewegung geworden. Um mehr Gehör für ihr Interesse zu generieren, sprach Greta bereits vor einigen Politikern in Parlamenten, so zum Beispiel auch im europäischen Parlament.
Die junge Schwedin hat bis jetzt bereits viel geschafft und mit ihrem Engagement wird man auch in Zukunft noch viel von ihr hören.    
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Deutschland ist vielleicht nicht gerade Vorreiter Nummer eins in Sachen Klimaschutz. Wenn man an die ganzen Abgase von unseren Fahrzeugen denkt, ist das nicht gerade das, was man als klimafreundlich bezeichnen würde. Trotzdem versucht Deutschland, sich zu bessern. Zum einen befindet sich Deutschland unter einigen der wenigen Ländern, die Pfand auf ihren Flaschen haben, die strikt auf die Mülltrennung achten und die die kostenfreien Plastiktüten aus dem Sortiment genommen haben. Ein guter Anfang sollte man meinen. Zwar hilft das noch lange nicht, um den Planeten Erde eine bessere Zukunft zu schenken, trotzdem ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Deutschland alleine kann da aber nichts ausrichten.

 Was passiert in Amerika ?
Wichtig sind vor allem auch die großen Staaten wie zum Beispiel die Vereinigten Staaten von Amerika. Ein Land mit einer Riesenbevölkerung und sehr viel Land. Aber auch ein Land, welches sich so gar nicht für den Klimaschutz interessiert. Kann man zumindest meinen. Einer, der auf jeden Fall nicht den Eindruck erweckt, ist der jetzige Präsident der USA, Donald Trump.
 Mit Sprüchen wie „es gib keine globale Erderwärmung“ und dem Austritt aus dem französischen Klimaabkommen erweckt er nicht gerade den Anschein, als würde er sich große Sorgen um die Zukunft der Erde machen. Eigentlich verwunderlich. Zwar ist Trump mittlerweile auch schon in die Jahre gekommen, aber auch er hat Nachfahren, die noch länger auf der Erde leben werden. Gerade für sie ist das Handeln jetzt von enormer Bedeutung. Trotzdem ist vielen das noch nicht bewusst. Gerade bei den Amerikanern hat man das Gefühl, das dieser Gedanke noch nicht verankert ist. Plastik wird in Massen verwendet und danach wahllos weggeworfen. Mülltrennung oder Pfand existiert auch nicht und das in einem Land, welches so ausschlaggebend ist. Genau das ist auch der springende Punkt, denn wenn sich in so großen Ländern nichts verändert, wird es schwer für die Zukunft etwas Bewegendes zu tun.
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