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Cannabiskonsum im Alltag

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Immer mehr junge Erwachene konsumieren Cannabis. Doch in welchem Ausmaß beeinflusst Cannabis die Konsumenten im Alltag?
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Cannabis ist eine Einstiegsdroge. Es wird meistens geraucht oder oral konsumiert. Die Droge beeinflusst die Sinne der Konsumenten und kann abhängig machen. Tetrahydrocannabinol (THC) sorgt als Substanz im Hanf für die Wirkung. Cannabis kann bis zu 30 % THC enthalten. In Deutschland ist der Besitz und Konsum von der Droge illegal. Zur medizinischen Behandlung ist eine geringe Dosis THC jedoch legal.

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In Deutschland haben 13 Millionen Menschen schon mindestens ein Mal in ihrem Leben Cannabis konsumiert. Und das obwohl die Droge in Deutschland illegal ist. Keine Droge wird so häufig konsumiert, wie Cannabis. Alleine im vergangenen Jahr gab es 179.700 Strafverfahren gegen Cannabiskonsumenten.  Überwiegend wird die Droge von Jugendlichen zwischen 12 und 25 Jahren konsumiert. Das THC in den grünen Knollen gelangt über die Schleimhäute in den Blutkreislauf. Es wirkt auf die Gehirnrezeptoren CR 1 und 2, und beeinflusst so den ganzen Körper. Das Herz schlägt schneller und die Muskeln entspannen sich. Außerdem lässt es die Augen rot werden. Die Droge wirkt aber auf jeden Menschen etwas anders ein. Während manche Konsumenten mehrere Joints hintereinander rauchen, können andere nicht mal ein Viertel dessen konsumieren. Manche der Konsumenten erleiden Angstzustände, andere bekommen Kicheranfälle. Obwohl die Cannabis-Effekte nur kurz spürbar sind, ist 20 Stunden später noch die Hälfte des aufgenommenen THC im Blut. Aber wie beeinflusst die Droge den Alltag von jungen Menschen?

Zwei Konsumenten erzählen ihre Geschichte.

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Theo

Ein ehemaliger Konsument erzählt seine Geschichte, wie ihn der Konsum von Cannabis an seine Grenzen brachte.

Robin

Ein Cannabis-Konsument beschreibt sein Empfinden über den Einfluss seines Cannabis-Konsums im Alltag.

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Theo

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Theo ist 26 Jahre alt. Als wir ihn trafen, war er seit sieben Wochen clean und hatte kein Interesse, je wieder anzufangen Cannabis zu konsumieren. Er spricht von seiner Zeit als Konsument und was die Droge mit ihm anstellte.








*Der Name wurde von der Redaktion geändert

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Theo hat vor drei Jahren drei angefangen zu konsumieren. Er hat von Tag eins an regelmäßig konsumiert und wurde nicht, wie in anderen Fällen, langsam an die Droge herangeführt. In der Woche hat er zwei bis drei Joints am Tag konsumiert. Am Wochenende waren es wesentlich mehr. Dann wurde auch schon bereits am Morgen konsumiert. Das bewusstseinserweiternde Mittel brachte Theo hauptsächlich Spaß. Es dauerte allerdings nicht lange, da wurde der Konsum zur Routine und Teil seines Alltags.

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Wenn der Konsum zur Gewohnheit wird, wie ist es dann noch möglich von der Droge loszukommen? Theo wusste, dass der Konsum nicht seine Probleme löst. Er rauchte sich seine Probleme nur einen Abend weiter, ohne eine Lösung zu finden. Nach drei Jahren regelmäßigen Konsum, entschied er sich gegen Cannabis.

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Nicht nur Theos Verstand, sondern auch sein Körper hat sich an das THC gewöhnt. Wird aprupt aufgehört, können Entzugserscheinungen auftreten. Die Gängingsten sind: Schüttelfrost, depressive Verstimmung, Magenschmerzen, Zittern und Schwitzen, aber auch Schlafstörungen. Gerade mit letzterem hatte auch Theo zu kämpfen, Er konnte nicht einschlafen, litt unter extremen Schwitzen und hatte schlechte Laune.
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Um den Entzug zu erleichtern, besuchte Theo eine Selbsthilfegruppe. Dort ging er wöchentlich freiwillig hin. Mehrere Konsumenten, aber auch ehemalige Konsumenten trafen sich, um einfach zu reden. Auch anwesend waren zwei Ärzte, die die Gruppe begleiten. Der regelmäßige Besuch stärkte Theo und es war ihm wichtig, einen Ort zu haben, an dem er regelmäßig über seine Sucht sprechen konnte.

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Die Versuchung ist jeden Tag groß. Zu groß. Nur mit einem starken Willen und viel Kraft gelingt es von der Einstiegsdroge loszukommen. Es kann ein langer Prozess sein. Die Einstellung zu Cannabis kann sich täglich ändern. Wichtig ist aber, dass  nicht aufgegeben wird. Das ist an manchen Tagen schwieriger, als an anderen. Einige Wochen nach unserem Gespräch erfahren wir, dass Theo wieder angefangen hat Cannabis zu konsumieren.

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Robin

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Robin ist 19 Jahre alt und machte ein duales Studium als wir mit ihm sprachen. Sein Konsum beläuft sich auf durchschnittlich 1 Gramm pro Tag. Für ihn ist Cannabis ein Genussmittel das er zur Entspannung im Alltag nutzt.







*Der Name wurde von der Redaktion geändert

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Freunde und Umgebung sind ausschlaggebend für Cannabiskonsum. Meist wird in Gruppen konsumiert. Hat ein Konsument eine Freundesgruppe in der niemand Cannabis konsumiert, konsumiert dieser ebenfalls weniger. Kiffen die Freunde sehr viel, steigt der Konsum meist ebenfalls an.

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Rund 350 Euro gibt Robin im Monat für Cannabis aus. Er findet, dass man sein Geld auch für unnötigere Dinge ausgeben kann. Konsumenten beschaffen sich die Droge meist über Freunde. Der Preis wird vom Markt reguliert und ist relativ stabil. Ein Gramm kostet in Deutschland zwischen acht und zehn Euro.

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Robin wurde sich selbst bewusst eine Abhängigkeit zu haben. Einige Wochen nach unserem Gespräch hat Robin aufgehört zu kiffen. Er findet, dass es problematisch werden kann, wenn Cannabis zum Alltag wird. Er fühlt sich nun vitaler und sorgt sich mehr um seine eigene Gesundheit. 
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